— 467 —
der ersten Conception bis zu dem Punkte geführt ist, wo der„Guss beginnen könnte“.
Im vierten Theil: „Die wirklichen Griechen und ihre Ab-schwächung durch die Philologen“ giebt er einige „Andeutungenüber die Griechen“, die zu einem grossen Buche auszuführener oft geplant hat. Als Vorbereitung auf dies „Griechenbuch“sollte ihm sein auf 7 bis 8 Jahre geplanter systematischer Cyclusvon Universitätsvorlesungen über die Griechen ■ dienen, den erfolgendermaassen entwirft:
1, 2, 3. Geschichte der Litteratur.
4. Religiöse Alterthümer.
5. Private Alterthümer.
6. Staatsalterthümer.
7. Mythologie.
8, 9. Politische Geschichte.
10. Rhetorik und Stil.
11. Rhythmik, Metrik (mit Musik).
12, 13. Geschichte der Philosophie.
14, 15. Ethik der Hellenen.
Von diesen 15 Vorlesungen hat Nietzsche 8 bereits ge-halten, nämlich Geschichte der Litteratur, Religiöse Alterthümer,Rhetorik, Rhythmik und Geschichte der Philosophie (bis Platoeinschliesslich). Erst nach ihrem Abschluss würde er an dasgrosse Werk gegangen sein, dem er ein Jahrzehnt seines Lebenswidmen wollte. Nebenbei plante er einmal im Frühjahr 1875„für seine Schüler kurze Katechismen zu machen: über griechischeLitteratur; die Haupteigenschaften der Griechen; Griechen undRömer; was man von den Griechen lernen kann.“ Das Griechen-buch sollte, nach flüchtigen Aufzählungen aus den Jahren 1872und 1875 folgende Gegenstände behandeln:
Begabung der Griechen und ihre Mängel.
Griechische Ideale.
Die Ethik der Griechen und ihre Unethik (von dergriechischen Moralität).
Das griechische Individuum: Individualethik. Weihende
Persönlichkeit. Das Excessive. Die Ausnahmen.
30*