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Lesen und Schreiben.
„Uber Lesen und Schreiben“ findet sich als Titel einesBuchplans schon 1871. Zu verschiedenen Zeiten legte Nietzscheals Vorarbeiten einer Lehre vom Stil ziemlich umfänglicheSammlungen stilistischer Wendungen und Fehler an und schriebstilistisch-grammatische Bemerkungen nieder. Im Frühjahr 1875will er unter andren kurzen Katechismen für seine Schüler aucheinen „über Schreiben und Lesen“ verfassen, und unter den imHerbst 1875 aufgezeichneten „Plänen aller Art“ findet sichder Satz: „Mit meinen Schülern Baumgartner und BrennerVorstudien zu einer Lehre vom Stil“. Diese fragmentarischenSammlungen sind nicht abgedruckt, da sie nur durch weitereVerarbeitung Werth gewonnen haben würden. Die aufSeite 293—299 mitgetheilten Gedanken stammen aus der Zeitvon 1873—1875. Wenn sie vielleicht auch nur zum Theilin directer Hinsicht auf eine zu schreibende Unzeitgemässevom „Lesen und Schreiben“ aufgezeichnet sind, so schien esdem Herausgeber doch zulässig, alle werthvollen stilistischenGedanken Nietzsche’s aus der ersten Periode an dieser Stellezu vereinigen. Eine Disposition aus dem Jahre 1873 enthältfolgende Capitel:
1. Das Viellesen.
2. Das Vielschreiben.
3. Der Stil.
4. Die Rede.
Seine Gedanken über die „Zeitungsklaverei“ würden indieser Abhandlung Platz gefunden haben. 1874 zeichnet erauf: „Lesen und Schreiben. Denken und Reden dagegen:welchen Einfluss übt darauf das viele Lesen und Schreiben?“
Im Jahre 1875 haben ihn ästhetische Fragen vielfach be-schäftigt: Ausser dem oben erwähnten Plane einer „Lehre vomStil“ finden sich folgende Titel verzeichnet:
„Theorie des Lächerlichen, mit Sammlungen.
Theorie des Schauerlichen, „
Die Frage in der Musik.“
Nietzsche, Werke (II. Abtheilung) Band X.
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