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Das Bruchstück der zusammenhängenden Abhandlung über„Wahrheit und Lüge“ (S. 161 —179) ist abgedruckt nachNietzsche’s erster Niederschrift aus dem Anfang 1873; eine vonNietzsche durchgesehene Reinschrift, die Freiherr C. v. G., wahr-scheinlich im Sommer desselben Jahres, gemacht hat, ist ver-glichen worden. Die „Gedanken und Entwürfe zu Wahrheitund Lüge“ (S. 180—198) sind aus den Aufzeichnungen derersten Conceptionstufe nach der von Nietzsche gegebenen Dispo-sition zusammengestellt worden; desgleichen die zum „Philo-sophen“ gehörigen Gedanken (S. 199—223). In den Entwurf-heften laufen „Wahrheit und Lüge“ und „der Philosoph“durcheinander, da die ersten Aufzeichnungen aus einer Zeitstammen, in der diese Pläne noch nicht getrennt sind. DenAnhalt für die Trennung gaben für „Wahrheit und Lüge“ dievon Nietzsche selbst mehrfach formulirten Ansätze zur Dispo-sition der Abhandlung; für „den Philosophen“ der ausführ-liche Plan: „der Philosoph als Arzt der Cultur“ (S. 225—230).Vielleicht würde Nietzsche bei der Ausführung dieser Ge-danken die beiden Schriften doch noch in eins zusammen-gearbeitet haben. Die Entwürfe zum „Philosophen“ sind zu-sammengestellt nach Stichworten, die Nietzsche selbst in derNiederschrift dieser Gedanken angegeben hat. Es war unmög-lich, sie in die später aufgestellte, umfassendere Disposition „derPhilosoph als Arzt der Cultur“ einzuordnen. Diese Disposition,die übrigens nicht in einer Reinschrift, sondern in den ersten nochnicht völlig gegeneinander abgepassten Entwürfen Nietzsche’svorliegt, ist nach diesen Entwürfen vom Herausgeber zusammen-gestellt worden.
Das kleine Bruchstück „Ödipus“ (S. 224) stammt gleichfallsaus dieser Zeit: es ist abgedruckt als interessante Vorstufe desZwiegesprächs in der Einleitung und des Schlusses vom „Wan-derer und seinem Schatten“.
Einen Theil der Gedanken vom Frühjahr 1873 nimmtNietzsche wieder auf in dem im Herbst 1873 niedergeschriebenenEntwurf „Die Philosophie in Bedrängniss“ (S. 231—252).Die Ausführung ist unterblieben, weil die „Historie“ den Vor-