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plastischen Bewegung einer einzelnen Scene, als in derGesammtfolge der plastischen Compositionen im ganzenKunstwerk. Dabei wäre das Hauptproblem, die plastischeBenutzung des Chors zu verstehen, sein Verhältniss zuden Bühnenpersonen: sodann die Beziehung der plastischenGruppe zur umgebenden Architektur. Hier öffnet sichuns ein Abgrund künstlerischer Kräfte — und der Dra-matiker erscheint mehr denn je wieder als der Gesammt-künstler. (Vgl. Goethe an Schiller, Brief vom 8. April 1797.)
19. Cicero und Demosthenes.
(1S74.)
Jede Kunst hat eine Stufe der Rhetorik. Funda-mentaler Unterschied zwischen Poesie und Rhetorik, oderKunst und Rhetorik. Entstehung bei Empedoklescharakteristisch: Mittel wesen. Schauspieler ' und Rhetor:erster vorausgesetzt. Naturalismus, Rechnen auf denAffect. Auf das grosse Publicum. Alles aufzählen, wo-durch die Rhetorik der unmoralischen Kunst entspricht.Entstehung der Kunstprosa als Nachklang der Rhetorik.
Es ist sehr selten, dass einer als Künstler wirklichseine Subjectivität herausstellt : die meisten ver-
stecken sie durch eine angenommene Manier und Stil.
Hauptunterschied: ehrliche Kunst und unehrlicheKunst. Die sogenannte objective Kunst ist am häufigstennur unehrliche Kunst. Die Rhetorik ist deshalb ehrlicher,weil sie das Täuschen als Ziel anerkennt. Sie willgar nicht die Subj ectivität ausdrücken, sondern ein ge-,wisses Ideal von Subject, den mächtigen Staatsmann u. s. w.,wie ihn sich das Volk denkt. Jeder Künstler fängt unehr-lich an, nämlich redend wie sein Meister. Am häufigstenContrast zwischen Erkennen und Können ewig: dann