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10 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 2 (1896) Schriften und Entwürfe 1872 bis 1876 : Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen; Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne; Der Philosoph; Die Philosophie in Bedrängniss; Nachträge und Vorarbeiten zu den Unzeitgemässen Betrachtungen; Prometheus; Einzelne Gedanken und Entwürfe
Entstehung
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hieratische Symmetrie. Scenerie. Die Stichometrie. Stil desPhidias vorgeahnt. AYoher die Langlebigkeit der Plastik?

Aschylus hat nicht, wie Shakespeare, ungeheure be-wegte Affectbilder vor Augen, sondern plastisch-ruhendeGruppen. Die Bewegung geschieht streng symmetrisch.Die Zahl der Verse.

2. Das Musikalische.

Die Sprechmusik. Alles ist Musik, es giebt nichtnichtgesprochene und gesprochene Partien, alles gesungen.Auch die Orchestik hört nie auf.

3. Das Mythische.

Vergleich mit Sophokles. Zertheilung des Mythus.Symmetrie, mit Contrasten. Das Unheimliche (mit Be-nutzung der Nachmittagsschatten). Strenge des Mythusim Einklang mit Plastik und Musik.

4. Die Sprechkunst.

Die Dialekte. Derhohe Stil. Die Syntax ent-sprechend dem Ethos der Scene.

B. Anfang des zusammenhängenden Textes.

Ich will mit dem Bekenntniss anheben, dass es mirsehr schwer geworden ist, in Betreff der griechischenTragödie zu einer reinen und ursprünglichen Empfindungzu gelangen, die wirklich die Tragödie als Kunstwerkberührt, zu einer Empfindung, die ich vor allemehrlichnennen möchte. Von vornherein ist nämlich jetzt allesdazu angethan, dass der junge Mensch, begierig, nunendlich in eine so grenzenlos berühmte Wunderwelt hin-einzublicken, in das Netz einer als unehrlich zu bezeichnen-den Bewunderung verfalle. Er verbirgt sich ängstlichden kühlen befremdlichen und fast peinlichen ersten Ein-