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10 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 2 (1896) Schriften und Entwürfe 1872 bis 1876 : Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen; Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne; Der Philosoph; Die Philosophie in Bedrängniss; Nachträge und Vorarbeiten zu den Unzeitgemässen Betrachtungen; Prometheus; Einzelne Gedanken und Entwürfe
Entstehung
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Zeitpunkt, also dynamische Eigenschaften voraus-zusetzen.

Zeit at omenlehre.

Es ist möglich,

1. die vorhandene Welt auf punctuelle Raumatomis-tik zurückzuführen;

2. diese wieder auf Zeitatomistik zurückzuführen.

3. Die Zeitatomistik fällt endlich zusammen miteiner Empfindungslehre. Der dynamische Zeit-punkt ist identisch mit dem Empfindungs-punkt, denn es giebt keine Gleichzeitigkeit derEmpfindung.

2. Ästhetische Grundanschauungen.

(1869.)

Der Rationalismus sagt:die Kunstempfindungist: getäuscht werden und bewusst sich täuschen lassen.In diesem Schwebe-Zustand liegt die Freude an der Kunst.

Der Philosoph sagt: das Wesen aller Kunst liegtim Unbewussten: am deutlichsten redet die Musik. Alleandern Künste sind nur so weit Künste, als sie ein mitder Musik gemeinsames Grundelement haben, zum Bei-spiel Rhythmus.

Der Künstler steht dem zu producirenden Kunst-werk kaum anders gegenüber als der Zuschauer demproducirten.

Die Dichtkunst ist nur Kunst, insoweit sie musi-kalische Elemente enthält. Das Ziel ist die gesteigerte,verzauberte Empfindung, in der alles neu und schön aus-sieht. Viel mächtiger als das Wort, das dürftige Zeichen,ist dazu der Schlag des rhythmischen Pulses.