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1. Eine Wirkung von aufeinanderfolgenden Zeit-momenten ist unmöglich: denn zwei solche Zeitpunktewürden in einander fallen. Also ist jede Wirkung actioin distans, das heisst durch Springen.
2. Wie eine Wirkung dieser Art in distans möglichist, wissen wir gar nicht.
3. Schnell, langsam u. s. w. in der ganzen Art dieserWirkung. Das heisst: die Kräfte, als Functionen derZeit, äussern sich in den Relationen naher oder fernerZeitpunkte, nämlich schnell oder langsam. Die Kraftliegt im Grade der Beschleunigung. Die allerhöchsteBeschleunigung läge in der Wirkung eines Zeitmomentsauf das nächste, das heisst: es wäre dann = unendlichgross. Je grösser die Langsamkeit, um so grösser dieZwischenräume der Zeit, um so grösser das distans.Also Relation entfernter Zeitpunkte ist Langsamkeit: alleLangsamkeit ist natürlich relativ.
Wir messen an etwasräumlich Bleibendemdie Zeit und deshalbsetzen wir voraus, dasszwischen Zeitpunkt Aund Zeitpunkt B einestetige Zeit sei. DieZeit ist aber gar keincontinuum , sondern esgiebt nur total ver-schiedene Zeitpunkte,keine Linie; actio indistans.
Es ist nur noch von Zeitpunkten zu reden, nichtmehr von Zeit. Der Zeitpunkt wirkt auf einen andern
Nietzsche, Werke (II. Abtheilung) Band X. 28
Zeitlinie :
Real: ein Raum-punkt.
Relationen seinerverschiednen Zeit-lagen.
Wo bestehen dieRelationen.
Keine Bewegungin der Zeit iststetig.