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Der Philosoph ist einmal für sich, sodann für andrePhilosoph. Es ist nicht möglich, es ganz allein für sichzu sein. Denn als Mensch hat er Beziehung zu andernMenschen: und ist er Philosoph, so muss er es auch indiesen Beziehungen sein. Ich meine: selbst wenn er sichstreng von ihnen absondert, als Einsiedler, so giebt erdamit eine Lehre, ein Beispiel und ist Philosoph auchfür die andern. Er mag sich benehmen, wie er will:sein Philosoph-sein hat eine Seite, die den Menschenzugekehrt ist.
Das Product des Philosophen ist sein Leben (zuerst,vor seinen Werken). Das ist sein Kunstwerk. JedesKunstwerk ist einmal dem Künstler, sodann den andernMenschen zugekehrt.
Welches sind die Wirkungen des Philosophen aufdie Nichtphilosophen und andre Philosophen? Der Staat,die Gesellschaft, die Religion u. s. w., alle können fragen :was hat uns die Philosophie geleistet? Was kann sieuns jetzt leisten? So auch die Cultur. Resultat fürunsere Zeit: es kommt bei diesem Verhältniss nichts her-aus. Warum wohl? Sie sind nicht Philosophen fürsich selbst.
„Arzt hilf dir selber!“ müssen wir ihnen zurufen.
Frage nach den Culturwirkungen der Philosophieüberhaupt.