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Das Wort Philosophie, auf deutsche Gelehrte undSchriftsteller angewendet, macht mir neuerdings Be-schwerde: es scheint mir unpassend. Ich wollte, manvermiede es und spräche fürderhin, deutsch und kräftig,nur noch von Denkwirthschaft.
Ich bin so unbescheiden, zu dem „Volk der Denker“von der deutschen Denkwirthschaft zu reden. Wo lebtdieses Volk? wird der Ausländer fragen. Dort wo diefünf Denker leben, auf welche, als auf den Inbegviffdeutscher Philosophie der Gegenwart, kürzlich an einerausserordentlich öffentlichen Stelle aufmerksam gemachtwurde: Ulrici, Frohschammer, Huber, Carrière,Fichte. Was zwar den letztem anbetrifft, so ist es leicht,über ihn etwas Gutes zu sagen, denn selbst der böse Kraft-mensch Büchner hat es gethan : „alle Menschen haben nachHerrn Fichte dem Jüngern von Geburt an einen sie be-gleitenden Geist, nur Herr Fichte hat keinen“. Aber inBetreff der übrigen vier Männer würde auch jener fana-tische Freund des Stoffs mir zugeben, dass in ihnen etwasphosphorescirt, was in dem jüngern Fichte nicht phospho-rescirt. Also: einer hat keinen Geist und die vier übrigenphosphoresciren; in Bausch und Bogen: alle fünf philo-sophiren oder, um gut deutsch zu reden, sie treibenDenkwirthschaft. Auf sie aber wird das Ausland hin-gewiesen, um zu erkennen, dass wir Deutsche noch dasVolk der Denker sind. Aus guten Gründen hat manEduard von Hartmann nicht mit genannt, denn dieserbesitzt wirklich, was der jüngere Fichte gerne hätte:ja er hat vermöge dieses Etwas das Volk jener fünfDenker auf eine recht unmanierliche Manier an der Naseherumgeführt: wonach es scheint, dass er nicht mehr an