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so viel Glauben zu ihrer Weisheit haben. Es muss dieWeisheit wie die Sonne für jedermann scheinen: undein blasser Strahl selbst in die niedrigste Seele hinab-tauchen können.
3 -
Einen Besitz den Menschen verheissen! Philo-sophie und Religion ist Sehnsucht nach einem Eigen-thum.
4 -
Es ist mit den Wissenschaften wie mit den Bäumen,man kann sich nur an den derben Stämmen und denunteren Asten festhalten, nicht mehr an den äusserstenZweigen und Spitzen; sonst fällt man herab und zer-bricht meistens auch noch die Aste. So steht es mitder Philosophie: wehe einer Jugend, welche sich an ihreSpitzen anklammern will!
5 -
Ich hasse das Überspringen dieser Welt, dadurchdass man sie in Bausch und Bogen verdammt: aus ihrstammt die Kunst, die Religion. — Ach diese Flucht be-greife ich so, hinaus und hinüber in die Reihe des Einen !
b: Das Gelehrtenhafte der heutigen Philosophie.
1.
Jede Philosophie muss das können, was ich fordere,einen Menschen concentriren — aber jetzt kann es keine.
2.
Die Philosophie rein zur Wissenschaft zu machen(wie Trendelenburg) heisst die Flinte in’s Korn werfen.
Nietzsche, Werke (II. Abtheilung) Band X.