klarer. Sie werden täglich gedanken- und liebeloser. Allesdient der kommenden Barbarei, die Kunst sowohl wiedie Wissenschaft — wohin sollen w T ir blicken? Die grosseSündfluth der Barbarei ist vor der Thür. Da wir eigent-lich nichts zur Vertheidigung haben und alle mit darinstehen — was ist zu machen?
Versuch die wirklich vorhandenen Kräfte noch zuwarnen, sich mit ihnen zu verbinden und die Schichten,aus denen die Gefahr der Barbarei droht, noch bei Zeitenzu bändigen. Nur ist jeder Bund mit den „Gebildeten“abzuweisen. Das ist der grösste Feind, weil er den Ärztenhinderlich ist und die Krankheit weglügen will.
Weisheit ist unabhängig vom Wissen der Wissen-schaft.
Jetzt ist allein zu hoffen auf die Classen der niedernungelehrten Menschen. Die gelehrten und gebildetenStände sind preiszugeben. Damit auch die Griechen, dienur jene Stände verstehen und ihnen an gehören. DieMenschen, die noch wissen, was Noth ist, werden auchfühlen, was ihnen Weisheit sein kann. Die grösste Ge-fahr ist, wenn die ungelehrten Classen mit der jetzigenBildung angesteckt werden.
Wenn jetzt ein Luther entstünde, so würde er gegendie ekelhafte Gesinnung der besitzenden Classen sich er-heben, gegen ihre Dummheit und Gedankenlosigkeit, dasssie gar nichts von der Gefahr wittern.
Wo suchen wir das Volk!
Wenn einmal die Arbeiterstände dahinter kommen,dass sie uns durch Bildung und Tugend jetzt leicht über-treffen können, dann ist es mit uns vorbei. Aber wenndas nicht eintritt, ist es erst recht mit uns vorbei.