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10 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 2 (1896) Schriften und Entwürfe 1872 bis 1876 : Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen; Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne; Der Philosoph; Die Philosophie in Bedrängniss; Nachträge und Vorarbeiten zu den Unzeitgemässen Betrachtungen; Prometheus; Einzelne Gedanken und Entwürfe
Entstehung
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wir reden die Sprache des Symbols, des Bildes: sodannthun wir etwas hinzu mit künstlerischer Kraft, indemwir die Hauptzüge verstärken, die Nebenzüge vergessen.

4 -

Das Kunstwerk verhält sich ähnlich zur Natur, wiesich der mathematische Kreis zum natürlichen Kreisverhält.

5 -

Der Künstler schaut nichtIdeen : er empfindet anZahlenverhältnissen Lust.

Alle Lust auf Proportion, Unlust auf Disproportion.

Die Begriffe aufgebaut nach Zahlen.

Die Anschauungen, die gute Zahlenverhältnisse dar-stellen, sind schön.

Der Mann der Wissenschaft rechnet die Zahlen derNaturgesetze, der Künstler schaut sie: dort Gesetz-mässigkeit, hier Schönheit.

Das vom Künstler Geschaute ist ganz oberflächlich,keine Idee! Die leichteste Hülle um schöne Zahlen.

Der Schönheitssinn zusammenhängend mit derZeugung.

7 -

Die Musik als Supplement der Sprache: vieleReize und ganze Reizzustände, die die Sprache nichtdarstellen kann, giebt die Musik wieder.

8 .

Wie ist nur die Kunst als Lüge möglich!

Mein Auge, geschlossen, sieht in sich zahllose wechselnde