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Unglaubens, der jederzeit gar sehr dogmatisch ist“. Sehrwichtig! Eine Culturnoth hat ihn getrieben!
Sonderbarer Gegensatz „Wissen und Glauben“! Washätten die Griechen davon gedacht! Kant kanntekeinen andern Gegensatz! Aber wir!
Eine Culturnoth treibt Kant: er will ein Gebiet vordejm Wissen retten: dorthin legt die Wurzeln allesHöchsten und Tiefsten, Kunst und Ethik ■— Schopen-hauer. Er zersetzt die Elemente jenes Glaubens undzeigt, wie wenig gerade der christliche Glaube dem tiefstenBedürfniss genügt: er wirft die Frage nach dem Werthedes Daseins auf. Anderseits sammelt er alle Elemente,die zur Beherrschung der Wissenschaft noch taugen:alles Wissenswürdige für alle Zeit — die ethischeVolks- und Menschen-Weisheit.
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Zu Schopenhauer. — Lächerlich, ihn sich an einejetzige Universität zu denken! Seine eudämonologischeLehre ist, wie die des Horaz, für erfahrene Männer;seine andre, die pessimistische, ist gar nichts für diejetzigen Menschen: diese werden höchstens ihre Unzu-friedenheiten hineinstecken und, diese wieder heraus-ziehend, glauben Schopenhauer widerlegt zu haben. Dieganze „Cultur“ nimmt sich so unsäglich kindisch aus,ebenso der Jubel nach dem Kriege. — Schopenhauer isteinfach und ehrlich: er sucht keine Phrasen und keineFeigenblätter, sondern sagt einer in Unehrlichkeit ver-kümmerten Welt, „seht, das ist wieder einmal der Mensch!“Welche Kraft haben alle seine Conceptionen : der Wille(der uns mit Augustin, Pascal, den Indern verbündet),die Verneinung, die Lehre vom Genius der Gattung. Er