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hat in der Darstellung keine Unruhe, sondern die helleTiefe des Sees, der unbewegt ist oder leicht seineWellen schlägt, während die Sonne über ihm'liegt.Er ist grob wie Luther. Er ist bis jetzt das strengsteMuster des Schriftstellers, das die Deutschen haben:keiner hat es so ernst genommen mit der Sprache undder Pflicht, die sie auferlegt. Wieviel Würde und Grösseer hat, kann man e contrario sehen, wenn man seinenNachahmer Hartmann sieht (der sein eigentlicher Gegnerist). Seine Grösse ist ausserordentlich, wieder dem Da-sein in’s Herz gesehen zu haben, ohne gelehrtenhafte Ab-ziehungen, ohne ermüdendes Verweilen und Abgesponnen-werden in der philosophischen Scholastik. Das Stu-dium der Viertelsphilosophen nach ihm ist nur des-halb anziehend, um zu sehen, wie sie sofort auf die Stellegerathen, wo das gelehrtenhafte Für und Wider, woGrübeln, Widersprechen, aber nichts weiter, vor allemnicht zu leben erlaubt ist. Er zertrümmert die Ver-weltlichung, aber ebenso die barbarisirende Kraft derWissenschaften, er erweckt das ungeheuerste Bedürfniss,wie Sokrates der Erwecker eines solchen Bedürfnisseswar. Dieser aber rief die Wissenschaft: jener die Re-ligion und die Kunst. Was die Religion war, war ver-gessen worden; ebenso welche Bedeutung die Kunstfür das Leben hat. Erst durch den Pessimismus sindbeide wieder begriffen worden.
Wie tief aber die neue Religion sein muss, ergiebt sich
1. daraus, dass das Unsterblichkeitsmotiv, mit derTodesfurcht, wegfällt;
2. dass die Scheidung von Seele und Körper wegfällt;
3. aus der Einsicht, dass durch Correcturen palliati-vischer Art über das Elend des Daseins nicht hin-wegzukommen ist: weil dieses radicaler ist;