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Das Gutsein und das Mitleiden ist glücklicherweiseunabhängig vom Verderben und Gedeihen einer Religion:dagegen ist das Guthandeln sehr bestimmt durchreligiöse Imperative. Die weitaus grösste Masse derguten pflichtmässigen Handlungen hat keinen ethischenWerth, sondern ist erzwungen. Die praktische Mo-ralität wird bei allem Zusammenbrechen einer Religionsehr leiden. Die strafende und belohnende Metaphysikscheint unentbehrlich.
Wenn man die Sitte, die mächtige Sitte schaffen kann!Damit hat man auch die Sittlichkeit. Die Sitte wird aberdurch Vorangehen einzelner mächtiger Persönlich-keiten gebildet. Auf erwachende Güte in der Masseder Besitzenden rechne ich nicht, wohl aber könnte mansie zu einer Sitte bringen, zu einer Pflicht gegen dasHerkommen.
Wenn die Menschheit, was sie bis jetzt auf den Bauvon Kirchen, auf Erziehung und Schulen verwendet,wenn sie den Intellect, den sie auf Theologie, jetzt aufErziehung richtet!