4- Das Ende der Metaphysik.
Die Unendlichkeit ist die uranfängliche Thatsache:es wäre nur zu erklären, woher das Endliche stammt.Aber der Gesichtspunkt des Endlichen ist rein sinnlich,das heisst eine Täuschung.
Wie kann man von einer Bestimmung der Erde zureden wagen!
In der unendlichen Zeit und dem unendlichen Raumegiebt es keine Ziele: was da ist, ist ewig da, in irgendwelchen Formen. Was für eine metaphysische Welt esgeben soll, ist gar nicht abzusehn.
Ohne jede derartige Anlehnung muss die Menschheitstehn können — ungeheure Aufgabe der Künstler!
Die entsetzliche Consequenz des Darwinismus, den ichübrigens für wahr halte. Alle unsre Verehrung beziehtsich auf Qualitäten, die wir für ewig halten: moralisch,künstlerisch, religiös u. s. w.
Mit dem Instincte kommt man keinen Schritt weiter,um die Zweckmässigkeit zu erklären. Denn eben dieseInstincte sind bereits das Erzeugniss endlos lang fort-gesetzter Processe.
Der Wille objectivirt sich nicht adäquat, wie Schopen-hauer sagt: so scheint es, wenn man von den vollendetstenFormen ausgeht.
Auch dieser Wille ist ein höchst complicirtes Letztein der Natur. Nerven vorausgesetzt.
Und selbst die Schwerkraft ist doch kein einfachesPhänomen, sondern wiederWirkung von einer Sonnen-