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malerei. Wir lassen die Gräber ruhn: aber bemächtigenuns des ewig Lebendigen.
Lieblingsthema der Zeit: die grossen Wirkungendes Kleinsten. Das historische Wühlen hat zum Bei-spiel als Ganzes etwas Grossartiges: es ist wie die dürftigeVegetation, die allmählich die Alpen zerreibt. Wir seheneinen grossen Trieb, der kleine Werkzeuge, aber gross-artig viele hat.
Die Verehrung der grossartigen Wirkungen desKleinen ist nur ein Staunen vor dem Resultat und demMissverhältniss der kleinsten Ursache. Nur indem wirsehr viele Wirkungen zusammenaddiren und als Einheitanschauen, haben wir den Eindruck der Grösse, das heisst:wir erzeugen, durch diese Einheit, die Grösse.
Die Menschheit wächst aber nur durch die Verehrungdes Seltnen, Grossen. Selbst das als selten, grossGewähnte, zum Beispiel das Wunder, übt diese Wirkung.Das Erschrecken ist der Menschheit bestes Theil.
Nietzsche, "Werke (II. Abtheilung) Band X.