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10 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 2 (1896) Schriften und Entwürfe 1872 bis 1876 : Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen; Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne; Der Philosoph; Die Philosophie in Bedrängniss; Nachträge und Vorarbeiten zu den Unzeitgemässen Betrachtungen; Prometheus; Einzelne Gedanken und Entwürfe
Entstehung
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klang aus sich herauszustellen in Begriffen. Sonderbardieses Nebeneinander von Conception und Abstraction.Das Aufschnellen zum Makrokosmus und dabei beson-nenes Betrachten wie der Schauspieler oder der dra-matische Dichter, der sich verwandelt und dabei dieBesonnenheit behält, nach aussen sich zu projiciren.Das dialektische Denken als Sturzbad darüber gegossen.Merkwürdig Plato: Enthusiast der Dialektik, das heisstjener Besonnenheit.

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Sonderbares Problem: das sich Verzehren der philo-sophischen Systeme! Unerhört für die Wissenschaft wiefür die Kunst! Ähnlich steht es mit den Religionen: dasist merkwürdig und bezeichnend.

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Die Philosophie ist eine Kunst in ihren Zweckenund in ihrer Production. Aber das Mittel, die Darstellungin Begriffen, hat sie mit der Wissenschaft gemein. Esist eine Form der Dichtkunst. Der Philosoph erkennt,indem er dichtet, und dichtet, indem er erkennt. Er istnicht unterzubringen: deshalb müssen wir eine Specieserfinden und charakterisiren.

Er wächst nicht, ich meine, die Philosophie nimmtnicht den Verlauf wie die andern Wissenschaften: wennauch irgend welche Gebiete des Philosophen allmählichin die Hände der Wissenschaft übergehen. Heraklitkann nie veralten. Es ist die Dichtung ausser denGrenzen der Erfahrung, Fortsetzung des mythischenTriebes, auch wesentlich in Bildern. Die mathematischeDarstellung gehört nicht zum Wesen der Philosophie.Die starre mathematische Formel (wie bei Spinoza), die