Das Nachahmen ist das Mittel aller Cultur, dadurchwird allmählich der Instinct erzeugt. Alles Vergleichen(Urdenken) ist ein Nachahmen. So bilden sich Arten,dass die Ersten nur ähnlichen Exemplare stark nachahmen,das heisst: den grössten und kräftigsten Exemplaren esnachmachen. Die Anerziehung einer zweiten Naturdurch Nachahmung. In der Zeugung ist das unbewussteNachbilden am merkwürdigsten, dabei das Erziehen einerzweiten Natur.
Durch Isolation können einige Begriffsfolgen so ve-hement werden, dass sie die Kraft andrer Triebe an sichziehn. So zum Beispiel der Erlcenntnisstrieb. Eine sopräparirte Natur, bis in die Zelle bestimmt, pflanzt sichnun wieder fort und vererbt sich: sich steigernd, bisendlich die Absorption nach dieser Seite hin die allge-meine Kräftigkeit zerstört.
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Der Mensch kommt erst ganz langsam dahinter, wieunendlich complicirt die Welt ist. Zuerst denkt er sie sichganz einfach, das heisst so oberflächlich, als er selbst ist.
Er geht von sich aus, dem allerspätesten Resul-tat der Natur, und denkt sich die Kräfte, die Urkräfteso, wie das ist, was in sein Bewusstsein kommt. Ernimmt die Wirkungen der complicirtesten Mechanismen,des Gehirns, an, als seien die Wirkungen seit Uranfanggleicher Art. Weil dieser complicirte Mechanismus etwasVerständiges in kurzer Zeit hervorbringt, nimmt er dasDasein der Welt für sehr jung: es kann dem Schöpfernicht so viel Zeit gekostet haben, meint er. So glaubter mit dem Wort „Instinct“ irgend etwas erklärt undüberträgt wohl gar die unbewussten Zweckhandlungenauf das Urwerden der Dinge. Zeit, Raum und Causa-