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was Empfindung ist, projicirt zugleich Formen, die dannwieder neue Empfindungen erzeugen.
Es ist das Wesen der Lust- und Unlustempfindung,sich in adäquaten Bewegungen auszudrücken: dadurchdass diese adäquaten Bewegungen wieder andre Nervenzur Empfindung veranlassen, entsteht die Empfindung desBildes.
Auch bei dem Bilderdenken hat der DarwinismusRecht: das kräftigere Bild verzehrt das geringere.
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Man muss beim Denken schon haben, was man sucht,durch Phantasie — dann erst kann die Reflexion es be-urtheilen. Dies thut sie, indem sie es an gewöhnlichenund häufig erprobten Ketten misst.
Was ist eigentlich „logisch“ beim Bilderdenken?Es ist jedenfalls etwas Künstlerisches, dieses Erzeugenvon Formen, bei denen dann der Erinnerung etwas ein-fällt: diese Formen hebt sie heraus und verstärkt siedadurch. Denken ist ein Herausheben.
Es ist viel mehr von Bilderreihen im Gehirn, als zumDenken verbraucht wird: der Intellect wählt schnell ähn-liche Bilder: das Gewählte erzeugt wieder eine ganze Füllevon Bildern : schnell aber wählt er wieder eines davon u. s. w.Das bewusste Denken ist nur ein Herauswählen von Vor-stellungen. Es ist ein langer Weg bis zur Abstraction.
Es ist zwiefach eine künstlerische Kraft da, diebildererzeugende und die auswählende. Fieber-kranke an Wänden und Tapeten verfahren so, nur proji-ciren die Gesunden die Tapete mit. Die Traumesweltbeweist die Richtigkeit: der Mensch geht hier nicht biszur Abstraction weiter, oder: er wird nicht von den Bildern,die durch’s Auge einströmen, geleitet und modificirt.