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gekommen durch den Kampf um eine heiligeÜberzeugung, durch das Pathos des Kämpfens: sonsthat der Mensch kein Interesse für den logischen Ursprung.
Das Pathos der Wahrheit undWahrhaftigkeit hatzunächst mit dem Logischen nichts zu thun. Es besagtnur, dass keine bewus ste Täu schung begangen wird.Jene Täuschungen aber in der Sprache und der Philo-sophie sind zuerst unbewusste und sehr schwer zum Be-wusstsein zu bringen. Aber durch das Nebeneinanderverschiedener mit gleichem Pathos aufgestellter Philo-sophien (oder religiöser Systeme) entstand ein sonderbarerKampf. Im Kampf solcher durch die Kraft lebenderunbewiesener „Wahrheiten“ zeigt sich das Bedürfniss,einen andern Weg zu ihnen zu linden. Entweder vondort alles erklärend oder von den einzelnen Erscheinungenzu ihr hinaufsteigend. Wunderbare. Erfindung der Logik.
Bei Sokrates kommt die Wahrhaftigkeit in den Be-sitz der Logik: sie merkt die unendliche Schwierigkeitdes richtigen Rubricirens.
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Plato als Kriegsgefangner, auf einem Sklavenmarkteausgeboten — wozu wollen wohl die Menschen den Philo-sophen? — Das lässt errathen, wozu sie die Wahrheitwollen.