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im erborgten Glanze Leben, das Maskirtsein, die ver-hüllende Convention, das Bühnenspiel vor anderen undvor sich selbst, kurz das fortwährende Herumflattern umdie eine Flamme Eitelkeit so sehr die Regel und dasGesetz, dass fast nichts unbegreiflicher ist, als wie unterden Menschen ein ehrlicher und reiner Trieb zur Wahr-heit aufkommen konnte. Sie sind tief eingetaucht in 1Illusionen und Traumbilder, ihr Auge gleitet nur auf den ;Oberflächen der Dinge herum und sieht „Formen“, ihre IEmpfindung führt nirgends in die Wahrheit, sondern be- jgnügt sich, Reize zu empfangen und gleichsam ein :tastendes Spiel auf dem Rücken der Dinge zu spielen.Dazu lässt sich der Mensch nachts, ein Leben hindurch,im Traume belügen, ohne dass sein moralisches Gefühl ;dies je zu verhindern suchte: während es Menschen geben !soll, die durch starken Willen das Schnarchen beseitigthaben. Was weiss der Mensch eigentlich von sich selbst!Ja, vermöchte er auch nur sich einmal vollständig, hin-gelegt wie in einen erleuchteten Glaskasten, zu perci-piren? Verschweigt ihm die Natur nicht das Allermeiste,selbst über seinen Körper, um ihn, abseits von denWindungen der Gedärme, dem raschen Fluss der Blut-ströme, den verwickelten Fasererzitterungen, in ein stolzesgauklerisch.es Bewusstsein zu bannen und einzuschliessen !Sie warf den Schlüssel weg: und wehe der verhängnis-vollen Neubegier, die durch eine Spalte einmal aus demBewusstseinszimmer heraus und hinab zu sehen vermöchte,und die jetzt ahnte, dass auf dem Erbarmungslosen, demGierigen, dem Unersättlichen, dem Mörderischen derMensch ruht, in der Gleichgültigkeit seines Nichtwissens,und gleichsam auf dem Rücken eines Tigers in Träumenhängend. Woher, in aller Welt, bei dieser Constellationder Trieb zur Wahrheit!
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