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Auch die Athener wären etwas Höheres gewordenohne den politischen Furor seit den Perserkriegen: mandenke an Aschylus, der aus der vorpersischen Zeit stammtund der mit den Athenern seiner Zeit unzufrieden war.
Äschylus hat vergebens gelebt und gekämpft: erkam zu spät. Das ist das Tragische in der griechischenGeschichte: die grössten, wie Demosthenes, kommenzu spät, um das Volk herauszuheben. Aschylus verbürgteine Höhe des griechischen Geistes, die mit ihm ausstirbt.
Manche Menschen leben ein dramatisches Leben,manche ein episches, manche ein unkünstlerisches undverworrenes. Die griechische Geschichte hat durch diePerserkriege einen daemon ex machina.
Man bewundert jetzt das Evangelium der Schild-kröte — ach, die Griechen liefen zu rasch. Ich suchenicht nach glücklichen Zeiten in der Geschichte, abernach solchen, welche einen günstigen Boden für dieErzeugung des Genius bieten. Da finde ich die Zeitenvor den Perserkriegen. Man kann sie nicht genau genugkennen lernen.
Durch die Ungunst der Lage der griechischenStädte nach den Perserkriegen sind viele günstige Be-dingungen zum Entstehen und zur Entwicklung grosserEinzelner beseitigt worden: und so hängt allerdings dieErzeugung des Genius am Schicksal der Völker. DennAnsätze zu Genies sind sehr häufig, aber sehr selten dasZusammentreffen aller nöthigsten Begünstigungen.
Diese Reformation der Hellenen, wie ich sie träume,wäre ein wunderbarer Boden für die Erzeugung vonGenien geworden: wie es noch nie einen gab. Das wäre zubeschreiben. Da ist uns Unsägliches verloren gegangen.
Versuch einer Volkscultur:
Verschwendung des kostbarsten Griechengeistes