144
•j
».
5. Gedanken zum vierten Abschnitt der Einleitung:Wissenschaft und Weisheit im Kampfe.
Wissenschaft entsteht (bevor sie Gewohnheit undInstinct ist)
1. Wenn die Götter nicht gut gedacht werden.Grosser Vortheil irgend etwas als fest zu er-kennen.
2. Der Egoismus treibt den Einzelnen an, bei ge-wissen Beschäftigungen (zum Beispiel Schiffahrt)seinen Nutzen zu suchen, durch Wissenschaft.
3. Etwas für vornehme Leute, die Musse haben.Neugierde.
4. Im wilden Hin und Her der Meinungen desVolks will der Einzelne ein festeres Fundament.
Wodurch unterscheidet sich dieser Trieb zur Wissen-schaft vom Triebe, überhaupt etwas zu lernen und an-zunehmen? Nur durch den geringeren Grad des Egois-mus oder die weitere Spannung desselben. Einmal einSichverlieren in die Dinge; zweitens eine über dasIndividuum ausgedehnte Selbstsucht.
Weisheit zeigt sich
1. im unlogischen Verallgemeinern und zum letztenZiele Fliegen,
2. in der Beziehung dieser Resultate auf das Leben,
3. in der unbedingten Wichtigkeit, welche manseiner Seele beilegt. Eins ist Noth.
Sokratismus ist
1. Weisheit im Ernstnehmen der Seele.
2. Wissenschaft als Furcht und Hass vor der un-logischen Verallgemeinerung.