Völker mit jener Reihe von Gestalten, die mit Thaiesbeginnt und mit Demokrit endet, ja man stelle Sokratesund seine Schüler und alle die Sectenphilosophen desspäteren Griechenlands neben jene Altgriechen hin —nun wir wollen es in dieser Schrift thun und hoffentlichwerden es andere noch besser thun: immerhin glaubeich, dass jede Betrachtung mit diesem Ausrufe enden wird:wie schön sind sie! Ich sehe keine verzerrten und wüstenGestalten darunter, keine pfäffischen Gesichter, keine ent-fleischten Wüsten-Einsiedler, keine fanatischen Schön-färber der gegenwärtigen Dinge, keine theologisirendenFalschmünzer, keine gedrückten und blassen Gelehrten:obwohl zu allem die Keime da sind und nur ein böserLufthauch darüber zu kommen braucht, so steht allesUnkraut in Blüthe. Ich sehe auch jene nicht darunter,die es mit dem „Heil ihrer Seele“ oder mit der Frage;„was ist das Glück“, so wichtig nehmen, dass sie Weltund Menschen darüber vergessen.
Wer „diese Möglichkeiten des Lebens“ wiederentdecken könnte! Dichter und Historiker sollten überdieser Aufgabe brüten: denn rechte Menschen sind zuselten, dass man sie laufen lassen könnte. Vielmehr sollteman sich gar nicht eher Ruhe geben, als bis man ihreBilder nachgeschaffen und sie hundertfach an die Wandgemalt hat — und ist man so weit, — dann freilich wirdman sich erst recht nicht Ruhe geben. Denn unsererso erfinderischen Zeit fehlt noch immer gerade jene Er-findung, welche die alten Philosophen gemacht habenmüssen: woher käme sonst ihre wunderwürdige Schön-heit! woher unsre Hässlichkeit! — Denn was ist Schön-heit, wenn nicht das von uns erblickte Spiegelbildeiner ausserordentlichen Freude der Natur, darüber dasseine neue fruchtbare Möglichkeit des Lebens entdeckt