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der gleichen Art, Umsegelungen der entlegensten undgefährlichsten Bereiche des Lebens. Das Erstaunlichein solchen Lebensläufen liegt darin, dass zwei feindselige,nach verschiedenen Richtungen hin drängende Triebehier gezwungen werden, gleichsam unter einem Jochezu gehen; der welcher das Erkennen will, muss denBoden, auf dem der Mensch lebt, immer wieder verlassenund sich in’s Ungewisse wagen, und der Trieb, der dasLeben will, muss immer wieder sich zu einer Stelle hin-tasten, auf der sich stehen lässt. Wir werden an JamesCook erinnert, der sich mit dem Senkblei in der Handdurch eine Kette von Klippen hindurchtasten musste,drei Monate lang: und dessen Gefahren oft so anwuchsen,dass er sogar in einer Lage, die er kurz vorher für eineder gefährlichsten gehalten hatte, gerne wieder Schutzsuchte. Jener Kampf zwischen Leben und Erkennenwird um so grösser, jenes unter einem Joch Gehen umso seltsamer sein, je mächtiger beide Triebe sind, alsoje voller und blühender das Leben, und wiederum jeunersättlicher das Erkennen ist und je begehrlicher eszu allen Abenteuern hindrängt.
Ich werde darum nicht satt, mir eine Reihe vonDenkern vor die Seele zu stellen, von denen jeder einzelnejene Unbegreiflichkeit an sich hat und jene Verwunde-rung erwecken muss, wie er gerade seine Möglichkeit desLebens fand: die Denker, welche in der kräftigsten undfruchtbarsten Zeit Griechenlands, in dem Jahrhundert vorden Perserkriegen und während derselben lebten: denndiese Denker haben sogar schöne Möglichkeiten desLebens entdeckt; und es scheint mir, dass die späterenGriechen das Beste davon vergessen haben: und welchesVolk könnte bis jetzt sagen, es habe sie wiederentdeckt? —Man vergleiche die Denker anderer Zeiten und andrer