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zweiter Grund: wenn eine Bewegung stattfinden solle,so müssten, um für die sich bewegenden Körper Raumzu schaffen, andre über die Grenze des Weltganzen aus-treten, die Welt müsse überwallen. — Bei den Pytha-goreern ist zuerst der Begriff von oben und unten in derWelt aufgegeben und durch grössere oder geringere Ent-fernung von der Mitte ersetzt. Das was der Mitte näherliegt, nannten sie das Rechte, das Entferntere das Linke:die Bewegung der Himmelskörper geschieht nämlich vor-wärts von West nach Ost: die Mitte hat den Ehrenplatzauf der rechten Seite der Weltkörper. Die oberen Theileder Welt hielten sie für die vollkommneren: sie unter-schieden den äussern Feuerkreis von den Sternkreisen,und unter diesen die über und unter dem Mond; Olympos:äusserster Umkreis, Kosmos: Sternenhimmel und Uranos:untere Region. Im Olympos: die Elemente in aller Rein-heit (nämlich Begrenztes und Unbegrenztes), der Kosmosist der Ort der geordneten Bewegung, der Uranos derdes Werdens und Vergehens. — Wenn die Gestirne ein-mal wieder den ganz gleichen Stand haben, werden nichtnur die gleichen Personen sondern auch die gleichenHandlungen wieder auftreten.
Fragen wir nach der Verwandtschaft der pythagore-ischen Philosophie, so finden wir einmal das ältere Systemdes Parmenides, das alle Dinge aus einer Zweiheit der Prin-cipien entstehen lässt; dann das „Unbestimmte“ des Ana-ximander, bewegt und begrenzt durch das Feuer Hera-klit’s. Das sind aber offenbar nur Hülfsphilosopheme:der Ursprung ist die Erkenntniss von Zahlenanalogien inder Welt, ein ganz origineller Gesichtspunkt. Um diesegegen die Einheitslehre der Eleaten zu schützen, musstensie den Begriff der Zahl entstehen lassen, auch die Einsmusste geworden sein. Hier nehmen sie den heraklitischen