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einander ein, so geschieht dies nur durch Ablösung unsicht-bar kleiner Theilchen, welche in die Öffnungen des anderneindringen. Je vollständiger die Öffnungen eines Körpersden Ausflüssen und Theilen eines andern entsprechen, umso fähiger wird er für die Mischung mit ihm sein: so sagtEmpedokles, das Gleichartige und leicht zu Vermischendesei sich befreundet, das Gleiche begehre nach dem Gleichen ;was sich nicht mischen lasse, sei sich feind. Das eigent-lich Bewegende bleibt aber immer Liebe und Hass, dasheisst: zwischen ihren Wirkungen und der Form derDinge besteht eine nothwendige Beziehung: die Stoffemüssen so gemischt und geformt sein, dass sie ähnlichsind und sich entsprechen: dann tritt die Liebe hinzu.Das aber, was die Dinge formt, ist ursprünglich der Zu-fall, die Ananke, nicht irgend eine Klugheit. Auch dieLiebe ist dumm: sie hat nur einen einzigen Trieb, zumGleichartigen. Alle Bewegungen sind also, nach Empe-dokles, unmechanisch entstanden, aber führen nur zueinem mechanischen Resultat: eine sonderbare Vereinigungvon materialistischen Anschauungen und idealistischen.Hier sehen wir die Nachwirkung des Anaxagoras: alleDinge nur Gemenge von Urstoffen.
Dann aber versucht Empedokles, jenen Dualis-mus der Bewegung, den Anaxagoras annahm, aufzu-heben: Bewegung als Wirkung des Nous und Bewegungals Stoss. Denn ganz mit Recht sah er, dass zwei ab-solut verschiedne Seiende auf sich keine Wirkung desStosses ausüben können. Aber es gelang ihm nichtrecht, jene Urbewegungskraft in jeder späteren Be-wegung wiederzuerkennen: überall nur Liebe und Hassals bewegende Principien. Der Schluss ist dieser: denktman sich die Liebe allein thätig, so ist nach einerkurzen Zusammenbewegung alles wieder in Ruhe;