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Gegen Anaxagoras:
1. Warum Annahme des Nous und nicht nur einesWillens, wenn es nur auf die Erklärung der Bewegungankommt ?
2. Das anaxagorische Chaos setzt schon Bewegungvoraus.
3. Nichts hinderte bei der anaxagorischen Auffassungdie volle Ausscheidung: was geschieht, wenn der Nousfertig ist mit Ausscheiden? Darum ist das Periodischenöthig.
4. Wären die Theilchen unendlich durcheinandervermischt, so könnte man die Körper ohne Kraftanstren-gung auseinanderbrechen, sie würden nicht zusammen-gehalten, sie wären wie Staub. Die Kräfte, die die Atomeaneinander drücken und der Masse die Festigkeit geben,nennt Empedokles „Liebe“. Es ist eine Molecularkraft,eine constitutive Kraft der Körper. — Wie ist Bewe-gung möglich, wenn nicht in allen Körpern Gegenbewe-gungen sind?
5. Empedokles hält eine geordnet fortgesetzte Kreis-bewegung bei Anaxagoras für unmöglich: es gäbe nureinen Wirbel, das heisst den Gegensatz der geordnetenBewegung. Den Wirbel nimmt er selbst als Wirkungdes Hasses an. Wie wirkt Entferntes auf einander,Sonne auf Erde? Wäre aber noch ein Wirbel, wäre dasunmöglich. Also zwei bewegende Kräfte mindestens: dieden Dingen inhäriren müssen. Empedokles hatte den Ge-danken einer der Schwere entgegenwirkenden, durchden Umschwung entstehenden Tangentialkraft gefasst(Schopenhauer, Welt als Wille und Vorstellung, Band II,zweites Buch, Capitel 26, zur Teleologie).