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10 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 2 (1896) Schriften und Entwürfe 1872 bis 1876 : Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen; Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne; Der Philosoph; Die Philosophie in Bedrängniss; Nachträge und Vorarbeiten zu den Unzeitgemässen Betrachtungen; Prometheus; Einzelne Gedanken und Entwürfe
Entstehung
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der platonischen Fabel zeigt sich die Sehnsucht nach demEinssein, zeigt sich, dass einmal grössere Einheit schonexistirte: wäre diese grössere Einheit hergestellt, dannwürde diese wieder nach einer noch grösseren streben. DieÜberzeugung von der Einheit alles Lebendigen verbürgt,dass es einmal ein ungeheures Lebendiges gab, vondem wir Stücke sind: das ist wohl der Sphairos selbst.Er ist die seligste Gottheit. Alles war nur durch Liebeverbunden, also höchst zweckmässig. Diese ist zerrissenund zerspalten worden durch den Hass, in seine Elementezerstückt und dadurch getödtet, des Lebens beraubt. ImWirbel entstehn keine lebenden Einzelwesen. Endlichist alles getrennt, und nun beginnt unsere Periode. (Deranaxagorischen Urmischung setzt er eine Urentzweiungentgegen.) Die Liebe, blind, wie sie ist, wirft mit wüthen-der Hast die Elemente wieder an einander, versuchend,ob sie sie wieder zum Leben bringt. Hier und da ge-lingt es. Es setzt sich fort. Ein Ahnungsgefühl in denbelebten Wesen entsteht, dass sie noch höhere Ver-einigungen erstreben müssen, als Heimath und Urzustand.Eros. Es ist ein furchtbares Verbrechen Leben zu tödten,denn damit strebt man zur Urentzweiung zurück. Einst-mals soll alles wieder ein einziges Leben sein, derseligste Zustand.

Die pythagoreisch-orphische Lehre in naturwissen-schaftlicher Umdeutung: Empedokles beherrscht beideAusdrucksmittel mit Bewusstsein, darum ist er der ersteRhetor. Politische Ziele.

Die Doppelnatur: das Agonale und das Liebende,Mitleidige.

Versuch der hellenischen Gesammtreform.