jenigen vorgezogen werden, der die complicirten undweniger bekannten Kräfte, und dazu diese noch in grössererZahl, ein weltbauendes Spiel treiben lässt. So sehen wirdenn Empedokles bemüht, den Überfluss an Hypothesenaus der Lehre des Anaxagoras zu beseitigen.
Als erste nicht nothwendige Hypothese fällt die vomanaxagorischen Nous, denn seine Annahme ist viel zuvoll, um etwas so Einfaches wie die Bewegung zu er-klären. Es ist doch nur nöthig, die beiden Arten derBewegung, das Sichhinbewegen eines Gegenstandes zueinem andern und das Sichwegbewegen von einem andernzu erklären.
Wenn unser jetziges Werden ein Ausscheiden ist,wenn auch kein völliges, so fragt Empedokles: washindert die völlige Ausscheidung? Also eine entgegen-strebende Kraft, das heisst eine bekannte Bewegung derAnziehung.
Sodann: um jenes Chaos zu erklären, muss auchschon eine Macht thätig gewesen sein, es ist zu dieserinnigsten Verschlingung eine Bewegung nöthig. Alsoperiodisches Überwiegen der einen und der andern Machtsicher. Diese sind entgegengesetzt.
Die Macht der Attraction wirkt auch jetzt noch,denn sonst gäbe es gar keine Dinge, es wäre alles ge-schieden. Das ist das Thatsächliche: zwei Bewegungs-arten. Diese erklärt der Nous nicht. Dagegen Liebeund Hass: dass diese bewegen, sehn wir doch gewiss,so gut als dass der Nous sich bewegt.
Jetzt verändert sich die Auffassung des Urzustandes:es ist der seligste. Bei Anaxagoras war es das Chaosvor dem architektonischen Werk, gleichsam der Stein-haufen des Bauplatzes.
Die Symbolik der Geschlechtsliebe. Hier wie in