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durch den Nous weder am Ende des erfüllten Raumesin der Welt, noch in den einzelnen Wesen vollzogenund abgethan. Es reichte seinem Erkennen vollständigaus, eine Bewegung gefunden zu haben, welche, in ein-facher Fortwirkung, aus einem durch und durch ge-mischten Chaos, die sichtbare Ordnung schaffen kann,und hütete sich wohl, die Frage nach dem Weshalb? derBewegung, nach dem vernünftigen Zweck der Bewegungzu stellen. Hatte nämlich der Nous einen seinem Wesennoch nothwendigen Zweck durch sie zu erfüllen, so standes nicht mehr in seiner Willkür, die Bewegung irgendeinmal anzufangen; sofern er ewig ist, hätte er auchewig schon von diesem Zwecke bestimmt werden müssen,und dann hätte es keinen Zeitpunkt geben dürfen, in demdie Bewegung noch fehlte, ja es wäre logisch verbotengewesen, für die Bewegung einen Anfangspunkt anzu-nehmen: wodurch dann wieder die Vorstellung vom ur-sprünglichen Chaos, das Fundament der ganzen anaxa-gorischen Weltdeutung, ebenfalls logisch unmöglichgeworden wäre. Um solchen Schwierigkeiten, die dieTeleologie schafft, zu entgehen , musste Anaxagorasimmer auf das stärkste betonen und betheuern, dass derGeist willkürlich sei; alle seine Acte, auch der jenerUrbewegung, seien Acte des „freien Willens“, währenddagegen die ganze andre Welt streng determinirt undzwar mechanisch determinirt, nach jenem Urmoment,sich bilde. Jener absolut freie Wille kann aber nurzwecklos gedacht werden, ungefähr nach Art des Kinder-spieles oder des künstlerischen Spieltriebes. Es ist einIrrthum, wenn man Anaxagoras die gewöhnliche Ver-wechslung des Teleologen zumuthet, der, im Anstaunender ausserordentlichen Zweckmässigkeit, der Überein-stimmung der Theile mit dem Ganzen, namentlich im