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10 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 2 (1896) Schriften und Entwürfe 1872 bis 1876 : Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen; Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne; Der Philosoph; Die Philosophie in Bedrängniss; Nachträge und Vorarbeiten zu den Unzeitgemässen Betrachtungen; Prometheus; Einzelne Gedanken und Entwürfe
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zum Gleichen, zum Beispiel durch Ernährung, hinzugefügtwird, also war es ursprünglich nicht bei einander undzusammengeballt, sondern getrennt. Vielmehr wird, inden vor den Augen liegenden empirischen Vorgängen,das Gleiche immer aus dem Ungleichen herausgezogenund fortbewegt (zum Beispiel bei der Ernährung dieFleischtheilchen aus dem Brote u. s. w.), somit ist dasDurcheinander der verschiedenen Substanzen die ältereForm der Constitution der Dinge und, der Zeit nach,vor allem Werden und Bewegen. Wenn also alles so-genannte Werden ein Ausscheiden ist und eine Mischungvoraussetzt, so fragt es sich nun, welchen Grad dieseMischung, dieses Durcheinander ursprünglich gehabthaben muss. Obgleich der Process eine Bewegung desGleichartigen zum Gleichartigen ist, das Werden schoneine ungeheure Zeit andauert, erkennt man trotzdem, wieauch jetzt noch in allen Dingen Reste und Samenkörneraller anderen Dinge eingeschlossen sind, die auf ihre Aus-scheidung warten, und wie nur hie und da ein Über-gewicht zu Stande gebracht ist; die Urmischung musseine vollständige, das heisst bis ins Unendlich-Kleinegehende gewesen sein, da die Entmischung einen unend-lichen Zeitraum verbraucht. Dabei wird streng an demGedanken festgehalten, dass alles, was ein wesenhaftesSein besitzt, ins Unendliche theilbar ist, ohne sein Spe-cificum einzubüssen.

Nach diesen Voraussetzungen stellt sich Anaxagorasdie Urexistenz der Welt vor, etwa gleich einer staub-artigen Masse von unendlich kleinen erfüllten Punkten,von denen jeder specifisch einfach ist und nur eine Qua-lität besitzt, doch so, dass jede specifische Qualität inunendlich vielen einzelnen Punkten repräsentirt wird.Solche Punkte hat Aristoteles Homoiomerien genannt, in