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heit selbst an’s Licht gebracht werden konnte, aber dochdie Unwahrheit jener absoluten Trennung von Sinnen-welt und Begriffswelt und der Identität von Sein undDenken. Einmal: wenn das Denken der Vernunft inBegriffen real ist, so muss auch die Vielheit und die Be-wegung Realität haben, denn das vernünftige Denkenist bewegt, und zwar ist dies eine Bewegung von Be-griff zu Begriff, also innerhalb einer Mehrheit von Rea-litäten. Dagegen giebt es keine Ausflucht, es ist ganzunmöglich, das Denken als ein starres Verharren, als einewig unbewegtes Sich-selbst-Denken der Einheit zu be-zeichnen. Zweitens: wenn von den Sinnen nur Trugund Schein kommt, und es in Wahrheit nur die realeIdentität von Sein und Denken giebt, was sind dann dieSinne selbst? Jedenfalls doch auch nur Schein: da siemit dem Denken, und ihr Product, die Sinnenwelt, mitdem Sein nicht zusammenfällt. Wenn aber die Sinneselbst Schein sind, wem sind sie dann Schein? Wiekönnen sie, als unreal, doch noch täuschen? Das Nicht-seiende kann nicht einmal betrügen. Es bleibt also dasWoher? der Täuschung und des Scheins ein Räthsel, jaein Widerspruch. Wir nennen diese argumenta ad ho-minem den Einwand von der bewegten Vernunft undden von dem Ursprung des Scheins. Aus dem erstenwürde die Realität der Bewegung und der Vielheit, ausdem zweiten die Unmöglichkeit des parmenideischenScheines folgen; vorausgesetzt dass die Hauptlehredes Parmenides, über das Sein, als begründet angenom-men ist. Diese Hauptlehre aber heisst nur: das Seiendeallein hat ein Sein, das Nichtseiende ist nicht. Ist dieBewegung aber ein solches Sein, so gilt von ihr, was vondem Seienden überhaupt und in jedem Falle gilt: sie istungeworden, ewig, unzerstörbar, ohne Zunahme und Ab-