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mit der Wendung des Beneke, „dass das Sein irgendwiegegeben, irgendwie für uns erreichbar sein müsse, da wirsonst. nicht einmal den Begriff des Seins haben könnten“.Den Begriff des Seins! Als ob der nicht den ärmlichstenempirischen Ursprung bereits in der Etymologie desWortes aufzeigte! Denn esse heisst ja im Grunde nur„athmen“ : wenn es der Mensch von allen andern
Dingen gebraucht, so überträgt er die Überzeugung,dass er selbst athmet und lebt, durch eine Metapher, dasheisst durch etwas Unlogisches, auf die anderen Dingeund begreift ihre Existenz als ein Athmen nach mensch-licher Analogie. Nun verwischt sich bald die originaleBedeutung des Wortes: es bleibt aber immer so viel übrig,dass der Mensch sich das Dasein andrer Dinge nach Ana-logie des eignen Daseins, also anthropomorphisch, undjedenfalls durch eine unlogische Übertragung, vorstellt.Selbst für den Menschen, also abgesehn von jener Über-tragung, ist aber der Satz „ich athme, also giebt es einSein“ gänzlich unzureichend: als gegen welchen derselbeEin wand, wie gegen das amiulo, ergo sum oder ergo est,gemacht werden muss.
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Der andre Begriff, von grösserem Gehalte, als derdes Seienden, und gleichfalls bereits von Parmenides er-funden, wenngleich noch nicht so geschickt verwendet,wie von seinem Schüler Zeno, ist der des Unend-lichen. Es kann nichts Unendliches existiren: denn beieiner solchen Annahme würde sich der widerspruchs-volle Begriff einer vollendeten Unendlichkeit ergeben.Da nun unsre Wirklichkeit, unsre vorhandene Weltüberall den Charakter jener vollendeten Unendlichkeit