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Werkstätte des Weltenbildners, um unter den makellosenunzerbrechlichen Urformen der Dinge das Auge zuweiden — sondern in die starre Todesruhe des kältesten,nichtssagenden Begriffs, des Seins. Wir wollen unsja davor hüten, eine solche merkwürdige Thatsache nachfalschen Analogien zu deuten. Jene Flucht war nichteine Weltflucht im Sinne indischer Philosophen, zu ihrforderte nicht die tiefe religiöse Überzeugung von derVerderbtheit, Vergänglichkeit und Unseligkeit des Da-seins auf, jenes letzte Ziel, die Ruhe im Sein, wurdenicht erstrebt als das mystische Versenktsein in eineallgenügende entzückende Vorstellung, die dem gemeinenMenschen ein Räthsel und ein Ärgerniss ist. DasDenken des Parmenides trägt gar nichts von dem be-rauschenden dunklen Duft des Indischen an sich, dervielleicht an Pythagoras und Empedokles nicht gänzlichunwahrnehmbar ist: das Wunderliche an jener Thatsache,um diese Zeit, ist vielmehr gerade das Duftlose, Farb-lose, Seelenlose, Ungeformte, der gänzliche Mangel anBlut, Religiosität und ethischer Wärme, das Abstract-Schematische — bei einem Griechen!, — vor allem aberdie furchtbare Energie des Strebens nach Gewissheit,in einem mythisch denkenden und höchst beweglich-phantastischen Zeitalter. „Nur eine Gewissheit gewährtmir, ihr Götter!“, ist das Gebet des Parmenides, „undsei sie auf dem Meere des Ungewissen nur ein Brett,breit genug, um darauf zu liegen! Alles Werdende,Üppige, Bunte, Blühende, T äuschende, Reizende, Lebendige,alles dies nehmt nur für euch: und gebt mir nur dieeinzige, arme, leere Gewissheit!“
In der Philosophie des Parmenides präludirt dasThema der Ontologie. Die Erfahrung bot ihm nirgendsein Sein, wie er es sich dachte, aber daraus, dass er es