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Individuums ist mit ihm auf der Höhe; und in diesemfast grenzenlosen Heraustreten aus allen Conventionenist er näher mit Parmenides verwandt, als durch jeneletzte göttliche Einheit, die er einmal, in einem jenesJahrhunderts würdigen Zustande der Vision, geschaut hat,und die mit dem einen Sein des Parmenides kaum denAusdruck und das Wort, aber gewiss nicht den Ursprunggemein hat.
Ein entgegengesetzter Zustand war es vielmehr, indem Parmenides die Lehre vom Sein fand. An jenemTage und in diesem Zustande prüfte er seine beidenzusammenwirkenden Gegensätze, deren Begierde undHass die Welt und das Werden constituirt, das Seiendeund das Nichtseiende, die positiven und die negativenEigenschaften — und er blieb plötzlich bei dem Begriffeder negativen Eigenschaft, des Nichtseienden, misstrauischhängen. Kann denn etwas, das nicht ist, eine Eigen-schaft sein? Oder principieller gefragt: kann denn etwas,das nicht ist, sein? Die einzige Form der Erkenntnissaber, der wir sofort ein unbedingtes Vertrauen schenkenund deren Leugnung dem Wahnsinne gleichkommt, ist dieTautologie A ----- A. Aber eben diese tautologische Er-kenntniss rief unerbittlich ihm zu: was nicht ist, ist nicht!Was ist, ist! Plötzlich fühlte er eine ungeheure logischeSünde auf seinem Leben lasten; hatte er doch ohne Be-denken immer angenommen, dass es negative Eigen-schaften, überhaupt Nichtseiendes gäbe, dass also,formelhaft ausgedrückt, A — nicht A sei: was doch nurdie volle Perversität des Denkens aufstellen könne. Zwarurtheilt, wie er sich besann, die ganze grosse Menge derMenschen mit der gleichen Perversität: er selbst hat nuram allgemeinen Verbrechen gegen die Logik theil-genommen. Aber derselbe Augenblick, der ihn dieses
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