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als Fallen gilt Genug, wir gerathen in den Nebel, indie Mystik von qualitates occultae, und sogar etwas indie Mythologie. Parmenides schaut, wie Heraklit, dasallgemeine Werden und Nichtverharren an und kannsich ein Vergehen nur so deuten, dass das Nicht-seiende an ihm Schuld sein muss. Denn wie sollte dasSeiende die Schuld des Vergehens tragen! . Ebenso abermuss das Entstehen durch Mithülfe des Nichtseiendenzu Stande kommen: denn das Seiende ist immer da undkönnte, von sich aus, nicht erst entstehen und kein Ent-stehen erklären. Also ist sowohl das Entstehen als dasVergehen durch die negativen Eigenschaften herbeige-führt. Dass aber das Entstehende einen Inhalt hat, unddass das Vergehende einen Inhalt verliert, setzt voraus,dass die positiven Eigenschaften — das heisst doch ebenjener Inhalt — bei beiden Processen betheiligt sind.Kurz, es ergiebt sich der Lehrsatz: „zum Werden istsowohl das Seiende als das Nichtseiende nöthig; wennsie Zusammenwirken, so ergiebt sich ein Werden.“ Aberwie kommt das Positive und das Negative an einander?Sollten sie sich nicht, im Gegentheil, ewig fliehen, alsGegensätze, und dädurch jedes Werden unmöglichmachen? Hier appellirt Parmenides an eine qualitas oc-culta, an einen mystischen Flang des Entgegengesetzten,sich zu nähern und sich anzuziehen, und er versinnlichtjenen Gegensatz durch den Namen der Aphrodite unddurch das empirisch bekannte Verhältniss des Männlichenund des Weiblichen zu einander. Die Macht der Aphro-dite ist es, die das Entgegengesetzte, das Seiende mitdem Nichtseienden, zusammenkuppelt. Eine Begierdeführt die sich widerstreitenden und sich hassenden Ele-mente zusammen: das Resultat ist ein Werden. Wenndie Begierde gesättigt ist, treibt der Hass und der innere