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10 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 2 (1896) Schriften und Entwürfe 1872 bis 1876 : Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen; Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne; Der Philosoph; Die Philosophie in Bedrängniss; Nachträge und Vorarbeiten zu den Unzeitgemässen Betrachtungen; Prometheus; Einzelne Gedanken und Entwürfe
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positive Eigenschaft. Schon aus dieser Methode ergiebtsich eine trotzende, gegen die Einflüsterungen der Sinneverschlossene Befähigung zur abstract-logischen Procedur.Das Schwere scheint sich ja recht eindringlich den Sinnenals positive Qualität darzubieten; das hielt Parmenidesnicht ab, es zu einer Negation zu stempeln. Ebensobezeichnete er die Erde im Gegensatz zum Feuer, dasKalte im Gegensatz zum Warmen, das Dichte im Gegen-satz zum Dünnen, das Weibliche im Gegensatz zumMännlichen, das Leidende im Gegensatz zum Thätigen,nur als Negationen: so dass vor seinem Blicke sich unsreempirische AVelt in zwei getrennte Sphären schied, indie der positiven Eigenschaften mit einem lichten,feurigen, warmen, leichten, dünnen, thätigen, männlichenCharakter und in die der negativen Eigenschaften.Letztere drücken eigentlich nur den Mangel, die Ab-wesenheit der anderen, positiven, aus; er beschrieb alsodie Sphäre, in der die positiven Eigenschaften fehlen, alsdunkel, erdig, kalt, schwer, dicht, und überhaupt alsweiblich - passiven Charakters. Statt der Ausdrückepositiv undnegativ gebrauchte er den festen Terminusseiend undnicht-seiend und. war damit zu dem Lehr-satz gekommen, dass, im Widerspruch mit Anaximander,diese unsre Welt selbst etwas Seiendes enthalte: freilichauch etwas Nichtseiendes. Das Seiende soll man nichtausserhalb der Welt und gleichsam über unseremHorizonte suchen; sondern vor uns, und überall, in jedemWerden, ist etwas Seiendes enthalten und in Thätigkeit.

Dabei blieb für ihn aber die Aufgabe übrig, diegenauere Antwort auf die Frage zu geben:was ist dasWerden? und hier war der Moment, wo er springenmusste, um nicht zu fallen, obwohl vielleicht für solcheNaturen, wie die des Parmenides, selbst jedes Springen