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Was er aber aus diesem Orakel heraushörte, dashielt er für unsterbliche und ewig deutenswerthe Weisheit,von unbegrenzter Wirkung in die Ferne, nach dem Vor-bild der prophetischen Reden der Sibylle. Es ist genugfür die späteste Menschheit: mag sie es nur wie Orakel-sprüche sich deuten lassen, was er wie der delphischeGott „weder aussagt, noch verbirgt“. Ob es gleich vonihm „ohne Lächeln, Putz und Salbenduft“, vielmehr wiemit „schäumendem Munde“ verkündet wird, es muss zuden tausenden Jahren der Zukunft dringen. Denn dieWelt braucht ewig die Wahrheit, also braucht sie ewigHeraklit: obschon er ihrer nicht bedarf. Was geht ihnsein Ruhm an? Der Ruhm bei „immerfort fliessendenSterblichen“! wie er höhnisch ausruft. Sein Ruhm gehtdie Menschen etwas an, nicht ihn, die Unsterblichkeitder Menschheit braucht ihn, nicht er die Unsterblichkeitdes Menschen Heraklit. Das, was er schaute, die Lehrevom Gesetz imWerden und vom Spiel in der Noth-wendigkeit muss von jetzt ab ewig geschaut werden:er hat von diesem grössten Schauspiel den Vorhang auf-gezogen.