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10 : Abth. 2, [Nachgelassene Werke] ; Bd. 2 (1896) Schriften und Entwürfe 1872 bis 1876 : Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen; Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne; Der Philosoph; Die Philosophie in Bedrängniss; Nachträge und Vorarbeiten zu den Unzeitgemässen Betrachtungen; Prometheus; Einzelne Gedanken und Entwürfe
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Was er aber aus diesem Orakel heraushörte, dashielt er für unsterbliche und ewig deutenswerthe Weisheit,von unbegrenzter Wirkung in die Ferne, nach dem Vor-bild der prophetischen Reden der Sibylle. Es ist genugfür die späteste Menschheit: mag sie es nur wie Orakel-sprüche sich deuten lassen, was er wie der delphischeGottweder aussagt, noch verbirgt. Ob es gleich vonihmohne Lächeln, Putz und Salbenduft, vielmehr wiemitschäumendem Munde verkündet wird, es muss zuden tausenden Jahren der Zukunft dringen. Denn dieWelt braucht ewig die Wahrheit, also braucht sie ewigHeraklit: obschon er ihrer nicht bedarf. Was geht ihnsein Ruhm an? Der Ruhm beiimmerfort fliessendenSterblichen! wie er höhnisch ausruft. Sein Ruhm gehtdie Menschen etwas an, nicht ihn, die Unsterblichkeitder Menschheit braucht ihn, nicht er die Unsterblichkeitdes Menschen Heraklit. Das, was er schaute, die Lehrevom Gesetz imWerden und vom Spiel in der Noth-wendigkeit muss von jetzt ab ewig geschaut werden:er hat von diesem grössten Schauspiel den Vorhang auf-gezogen.