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zeugung von der Seelenwanderung und der Einheit allesLebendigen geknüpft, führte sie wieder zu den anderenMenschen, zu deren Heil und Errettung, hin. Von demGefühl der Einsamkeit aber, das den ephesischen Ein-siedler des Artemis-Tempels durchdrang, kann man nurin der wildesten Gebirgsöde erstarrend etwas ahnen.Kein übermächtiges Gefühl mitleidiger Erregungen, keinBegehren, helfen heilen und retten zu wollen, strömt vonihm aus. Er ist ein Gestirn ohne- Atmosphäre. SeinAuge, lodernd nach innen gerichtet, blickt erstorben undeisig, wie zum Scheine nur, nach aussen. Rings um ihn,unmittelbar an die Feste seines Stolzes, schlagen dieWellen des Wahns und der Verkehrtheit: mit Ekel wendeter sich davon ab. Aber auch die Menschen mit fühlenderBrust weichen einer solchen wie aus Erz gegossnenLarve aus; in einem abgelegnen Heiligthum, unterGötterbildern, neben kalter, ruhig-erhabener Architekturmag so ein Wesen begreiflicher erscheinen. Unter Menschenwar Heraklit, als Mensch, unglaublich; und wenn er wohlgesehen wurde, wie er auf das Spiel lärmender KinderAcht gab, so hat er jedenfalls dabei bedacht, was nie einMensch bei solcher Gelegenheit bedacht hat: das Spieldes grossen Weltenkindes Zeus. Er brauchte die Menschennicht, auch nicht für seine Erkenntnisse; an allem, wasman etwa von ihnen erfragen konnte und was die anderenWeisen vor ihm zu erfragen bemüht gewesen waren, lagihm nichts. Er sprach mit Geringschätzung von solchenfragenden, sammelnden, kurz „historischen“ Menschen.„Mich selbst suchte und erforschte ich“, sagte er von sich,mit einem Worte, durch das man das Erforschen einesOrakels bezeichnet: als ob er der wahre Erfüller undVollender der delphischen Satzung „Erkenne dich selbst“sei, und niemand sonst.