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allerdings für die lesenden Schnellläufer dunkel. Wie aberein Philosoph undeutlich, mit Absicht, schreiben sollte —was man Heraklit nachzusagen pflegt — ist völlig uner-klärlich: falls er nicht Grund hat, Gedanken zu verbergen,oder Schelm genug ist, seine Gedankenlosigkeit unterWorten zu verstecken. Muss man doch sogar, wie Schopen-hauer sagt, in Angelegenheiten des gewöhnlichen prak-tischen Lebens sorgfältig, durch Deutlichkeit, möglichenMissverständnissen Vorbeugen; wie denn sollte man imschwierigsten, abstrusesten, kaum erreichbaren Gegen-stände des Denkens, den Aufgaben der Philosophie, sichunbestimmt, ja räthselhaft ausdrücken dürfen? Was aberdie Kürze anbetrifft, so giebt Jean Paul eine gute Lehre.„Im ganzen ist es recht, wenn alles Grosse — von vielemSinn für einen seltnen Sinn — nur kurz und (daher) dunkelausgesprochen wird, damit der kahle Geist es lieber für Un-sinn erkläre, als in seinen Leersinn übersetze. Denn diegemeinen Geister haben eine hässliche Geschicklichkeitim tiefsten und reichsten Spruch nichts zu sehen alsihre eigne alltägliche Meinung.“ Übrigens und trotzdemist Heraklit den „kahlen Geistern“ nicht entgangen; be-reits die Stoiker haben ihn in’s Flache umgedeutet undseine ästhetische Grundperception vom Spiel der Weltzu der gemeinen Rücksicht auf Zweckmässigkeiten derWelt, und zwar für die Vortheile der Menschen, herab-gezogen: so dass aus seiner Physik, in jenen Köpfen, eincruder Optimismus, mit der fortwährenden Aufforderungan Hinz und Kunz zum plaudite amici, geworden ist.
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Heraklit war stolz: und wenn es bei einem Philo-sophen zum Stolz kommt, dann giebt es einen grossen