Ich erzähle die Geschichte jener Philosophen ver-einfacht: ich will nur den Punkt aus jedem Systemherausheben, der ein Stück Persönlichkeit ist und zujenem Unwiderleglichen, Undiscutirbaren gehört, das dieGeschichte aufzubewahren hat: es ist ein Anfang, umjene Naturen durch Vergleichung wiederzugewinnen undnachzuschaffen und die Polyphonie der griechischen Naturendlich einmal wiedererklingen zu lassen: die Aufgabeist, das an’s Licht zu bringen, was wir immer liebenund verehren müssen und was uns durch keine spätereErkenntniss geraubt werden kann: der grosse Mensch.
Spätere Fassung des Vorworts.
(Gegen Ende 1879.)
Dieser Versuch, die Geschichte der älteren griechi-schen Philosophen zu erzählen, unterscheidet sich vonähnlichen Versuchen durch die Kürze. Diese ist dadurcherreicht worden, dass bei jedem Philosophen nur eineganz geringe Anzahl seiner Lehren erwähnt wurde, alsodurch Unvollständigkeit. Es sind aber die Lehren aus-gewählt worden, in denen das Persönliche eines Philo-sophen am stärksten nachklingt, während eine vollständigeAufzählung aller möglichen überlieferten Lehrsätze, wiesie in den Handbüchern Sitte ist, jedenfalls eins zu Wegebringt, das völlige Verstummen des Persönlichen. Dadurchwerden jene Berichte so langweilig: denn an Systemen,die widerlegt sind, kann uns eben nur noch das Persön-liche interessiren, denn dies ist das ewig Unwiderleg-bare. Aus drei Anekdoten ist es möglich, das Bild einesMenschen zu geben; ich versuche es, aus jedem Systemedrei Anekdoten herauszuheben, und gebe das übrige preis.