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Die Söhne Sebastian Bach's
Entstehung
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Die Söhne Sebastian Bach's.

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einzelnen derselben das Streben nach Innerlichkeit und Charakteri-sirung des Ausdrucks kundgeben mochte.

Auch hier bildete die religiöse Seite der Kunst, wie in sästallen ihren sonstigen großen Entwickelungsstadien, die Brücke, welchenach langer und sorgsam-mühevoller Arbeit zu dem deutschen Liedesichren sollte, wie dies, wenn auch nur als unmittelbares Vor-stadium, der jetzigen Vollendung dieses Kunstzweigs entspricht.

Im Jahre 1757 hatte Christian Fürchtegott Gellertseine geistlichen Oden und Lieder herausgegeben, und noch in dem-selben Jahre hatte Emanuel Bach sie in Musik gesetzt, indem ersich dieses sür ihn so glücklichen Gegenstandes bemächtigte, um seingroßes Talent für Melodie und Gesang in einer seiner würdigenWeise zu entfalten. Wenn er auch des Wortausdrucks noch nichtüberall Herr geworden war, die Wahrheit der Gesammtstimmung.wie sie sich in der neu erstehenden Gesangsform ausdrückte, undwie sie ja auch seinem Streben nach künstlerischer Einheit in derSonate entsprach, war eine überraschende, vor Bach noch nicht be-obachtete Erscheinung.

Mit diesen geistlichen Liedern ist er unmittelbar auf den Bodenübergetreten, von dem aus er die schöne Gabe des deutschen Liedesuns in unser dankbares Jahrhundert herüber gereicht hat. Wasandere Tonsetzer von Bedeutung ses mögen hier vorzugsweiseReichardt, Schulz und Zelter genannt werden), unmittelbarnach ihm geschaffen haben, ist in der von ihm gewonnenen Rich-tung, auf dem von ihm gewonnenen Terrain geschehen. Er wares, der die magere, meist zweistimmige Behandlung der Melodieverlassen, diese selbständig in den Charakter des Gedichts gestellt,ihr die bestimmt geformte harmonische Unterlage gegeben hat. Indieser Thatsache, deren Bewußtsein sich in der Vorrede zu den Gel-lert'scheu Liedern bestimmt ausdrückt, liegt der Wendepunkt zudem Aufschwung, den aus seiner unbedeutenden Ursprünglichkeitheraus das deutsche Lied genommen hat.

In seiner Zeit wurzelte noch das Bedürfnis der häuslichenReligions-Ausübung. Die Traditionen seiner Jugend, der Wieder-klang der Schule seines Vaters spiegeln sich in den Worten ab,daß die fromme Absicht, den Nutzen der Gellert'schenLehr-Oden allgemein zu machen, es allein sei, welche