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Die Söhne Sebastian Bach's
Entstehung
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Die Söhne Sebastian Bach's.

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gespielt, mit reichem Genuß gehört werden. Die Melodienbildungund die Modulationen sind vielfach modern, oft geradezu anBeethoven's Genius erinnernd; mit den zahlreichen Rondos hatBach ein ihm bis dahin neues Gebiet betreten, welches von strengenKunstkritikern jener Zeit als ein untergeordnetes, ein seiner nichtwürdiges bezeichnet worden ist. Die Fantasien setzen durch dieKühnheit ihrer Modulationen und den Reichthum blühender Ge-danken, wie man ihn bei dem mehr als 70jährigen Manne kaumnoch hätte erwarten dürfen, in Erstaunen.

Mit diesen 6 Sammlungen hatte Bach den wesentlichsten Theilseiner Lebensaufgabe erfüllt. Sie haben ihn auf jene hohe Stufeemporgehoben, auf der die Nachwelt ihn als eine der bedeutendstenErscheinungen des 18. Jahrhunderts auf dem Gebiete der schaffen-den Musik erkannt hat. Was er 33 Jahre früher theoretisch ge-lehrt hatte, das hat er durch diesen Sonaten-Cyklus zum künstlerischpraktischen Abschluß gebracht und der Gegenwart als ein Vermächt-nis bleibender, großer und edelster Bedeutung hinterlassen. SeinVater repräsentirte in Schule, Spiel und Arbeit den vollendetenKlavierkünstler; der Sohn hat aus der Schule des Vaters die neuereTechnik für dieses Instrument gelehrt und in die Theorie über-tragen. Seine Zeit betrachtete ihn als den Vater des eigentlichenKlavierspiels. Wie Haydn über ihn gedacht, ist bereits oben an-gedentet worden. Mozart durfte, als er zu Anfang der 80gerJahre des vorigen Jahrhunderts von Hamburg nach Leipzig kam,zu Doles von ihm sagen:Er ist der Vater, wir sind dieBuben. Wer von uns was rechts kann, hat von ihmgelernt; und wer das nicht eingesteht ist einLump. Mitdem was er macht, kommen wir jetzt schwerlich aus;aber wie er's macht da steht ihm keiner gleich."

Hat Philipp Emanuel Bach sich durch sein Lehren undWirken für das Klavier, den Flügel und das Clavichord einbleibendes und großes Verdienst erworben, so ist dies auf einemanderen, unserer Zeit nicht weniger nahestehenden Gebiete ingleichem Maße der Fall. Er darf, was bisher nie genug ge-würdigt worden ist und nicht genug wiederholt werden kann, alsder Schöpfer des deutschen Liedes in unserm modernen Sinnebetrachtet werden.

Wir haben gesehen, daß Bach für das Klavier den Gesang,