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C. H. Bitter.
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um dm verschiedenen Vortrag zeigen zu können, verbannte er gänz-lich. Die Klavierstücke sollten ein innerlich verbundenes Ganze dar-stellen, das aus einem Guß geschaffen, nicht bloß in der Technik,sondern vorzugsweise in dem zusammenhängenden Gedanken seinenSchwerpunkt zu finden hatte.
Hiedurch wollte er den Spieler, wie bei weiterer Entwickelungseiner Kunstgestaltungen die Tonsetzer zum Denken, zur Übertragungder Gedanken in die Töne nöthigen. Er sorderte geradezu von demSpieler Gefühl und Empfinden: „Ein Musikus kann nichtanders rühren, er sei denn selbst gerührt." Alles bloßBravourmäßige verwarf er. Das Klavierspiel sollte ein singendeswerden. Dem entsprechend richtete er seine Technik ein, die wennauch brillant, doch eine durchaus leichte und faßliche war. Seinemelodiöse und klare Behandlung der Tonstücke, das gefühlvoll Rüh-rende, das er in sie zu legen wußte, das in allen Verbindungenund Verwickelungen deutliche Hervortreten der Haupt- und Neben-gedanken, nicht weniger das Spielende, humoristisch Neckende der-selben, wo er dies am Orte fand, alles dies, was wir jetzt alsselbstverständliche Grundbedingungen des Tonsatzes betrachten, warzu seiner Zeit neu. Er hat damit den Grund zu der noch jetzt ge-bräuchlichen Technik des Klavierspiels gelegt, nicht weniger zu dermodernen Art und Weise der Komposition für dies Instrument. Alleseine Klaviersachen, bis in die letzte Zeit seines Lebens hinein,entsprechen diesen Grundsätzen. Bach's Technik erfordert eine zier-liche, feine, saubere Hand; die gehäuften Schwierigkeiten der mo-dernen Klavierstücke finden sich in ihnen nicht. Bach's Sonatenund Konzerte können von jedem guten Spieler bewältigt werden,ohne daß er gerade der Liszt'schm Technik gewachsen sein müßte.Aber Niemand wird sie spielen können, der nicht zugleich die Fähig-keit hat, den in ihnen liegenden Gedanken durch den Vortrag Aus-druck zu geben. Sehr richtig sagt ein moderner Musikschriftsteller(Baumgartj: Bach vereinte in seinen Klavier-Kompositionen diestrenge Schule seines Vaters, dessen kunstvolle Architektonik undharmonischen Reichthum mit dem Schmelz der italiänischen Kanti-lene. Wie Sebastian Bach in seinen Klavierwerken französischeEleganz, italiänischen Wohlklang und deutsche Gemüthstiefe zu ver-einigen wußte, so war der Sohn sich bewußt, „das Propre undBrillante des französischen Geschmacks mit dem Schmeichelhaften der