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Die Söhne Sebastian Bach's
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Die Söhne Sebastian Bach's.

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der von ihm geschriebenen Stücke ist eine außerordentlich hohe: Kon-zerte, Sonaten und Sonatinen, Soli, Fantasien, Sinfonien, Rondo's,Variationen, Fugen, Suiten, Menuetten und Polonaisen, Trios,Solfeggien und kleinere Klavierstücke sind von ihm in großer Mengevorhanden; aber es ist nicht die Masse der Arbeit, die für das Maßder Bedeutung Bach's entscheidend ist; es ist vielmehr der Umstandfür die Beurtheilung seiner Thätigkeit maßgebend, daß er den Gang,der ihm durch die Schule seines Vaters angewiesen war und inwelchem er zunächst auch seine Klavierstücke gesetzt hatte, mit Bewußt-sein verließ, um Form und Inhalt von Grund aus zu erneuern,für die größeren Forderungen des wachsenden künstlerischen Bewußt-seins zu erweitern.

Er war es, und es wird unbestritten seinen größesten Ver-diensten beigezählt werden, der für die Klaviermusik jene Bahn neuerSchöpfungen eröffnete, welche aus die Epoche höchster Vollendungdurch Haydn und Mozart zu Beethoven geführt haben. Umdiese seine Thätigkeit gruppirt sich gewissermaßen der ganze übrigeInhalt seines reichen und glanzvollen Lebens, sie strahlt direkt überin das armselige Dachstübchen, in welchem Haydn, damals16 Jahre alt, zuerst Emanuel Bach's Sonaten kennen lernte undstudirte; und 40 Jahre später sehen wir, daß der inzwischen zumberühmten Manne gewordene Tonsetzer in einem Briefe an Ar-taria sich die letzten 2 Werke für Klavier von Emanuel Bacherbittet. Dieser darf unbestritten als der Vater des modernenKlavierspiels bezeichnet werden, noch mehr als der Schöpfer der-jenigen Kompositionsform für das Klavier, welche seitdem und bisin unser Zeitalter hinein dieses Instrument beherrscht hat.

Ein Punkt ist es vor Allem, in dem Bach's Genie sich alsschöpferisch wirkende Kraft erwiesen hat, vermöge dessen neue Ge-staltungen, neue Blüthen in diesen Theil der Kunst übertragenworden sind.

Er war es, der zuerst seinen Klavierstücken, insbesondere denKonzerten und Sonaten, die Einheit des Gedankens aufprägte,die ihnen ihren besonderen Charakter geben sollte. Nicht mehr neben-einander und eines vom anderen unabhängig sollten die einzelnen Sätzedastehen, nur durch das Tempo und die Tonart sich von einanderunterscheidend. Das Untereinandermengen der Affekte, einanderwiderstreitender Elemente, das so sehr zur Modesache geworden war.