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Die Söhne Sebastian Bach's
Entstehung
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lerischen Standpunkt mit großer Schärfe dargelegt und ohne Frageviel dazu beigetragen hat, daß man über feine missenschastlich-künst-lerifche Stellung vollkommen klar hat urtheilen können. Unter dengenannten 4 großen theoretischen Werken jener Zeit darf keines einengleichen Erfolg, keines den Vorzug der Klassicität in einem Maßein Anspruch nehmen, als der Versuch über die wahre Art dasKlavier zu spielen. Er ist ein bleibendes Zeugnis der Größedes Vaters und der verständnisvollen Einsicht des Sohnes, zugleichein der Kunst in einem ihrer edelsten Zweige gewidmetes Denkmalvon seltener Größe und Bedeutung.

Hatte Bach in diesem seinem Werke direkt die theoretische Seitedes Klavierspiels und des Accompagnements mit allen Regeln dieserMusikgattnngen klar gestellt, hatte er in anderer Richtung, in demVersuch eines einfachen Gesanges für den Hexameter (1760), dieTheorie der Musik auf die Worte einer bestimmten Versform zuübertragen versucht, so erkennt man in einer anderen sehr ernstenund kunstvollen Arbeit, wie sehr er bemüht war, das, was er überdie Harmonielehre theoretisch kund gegeben hatte:zum Nutzenund Vergnügen Lehrbegieriger" praktisch darzulegen. Der71jährige Greis stellte sich mit den im Jahre 1785 entstandenen:Zwei Litaneien aus dem Schleswig-Holsteinischen Ge-sangbuche mit ihren bekannten Melodieen für 8 Sing-stimmen in zwei Chören und dem dazu gehörigen Fun-dament, abweichend von allen seinen Geschwistern, die nur in derPraxis lebten und für diese arbeiteten, auf den Standpunkt seinesgroßen Vaters, der so viel für den Nutzen der lernbegierigen Jugendgearbeitet und gewirkt hatte.

In der sehr ausführlichen Vorrede bemerkt er, daß die Litaneiennur für den Privatgebrauch bestimmt seien, und daß ihm das ge-schwinde Singen oder vielmehr Plappern bei dem Singen in den Kir-chen immer anstößig gewesen sei und er dies habe vermeiden wollen.Indem er in diese Arbeit wahrhaften Reichthnm von harmonischenKombinationen niederlegte, wie man sie bei den kurzen Motivender Litaneien und deren einförmigem Inhalte kaum für möglich haltensollte, entwickelt er die Motive, aus denen er das Tempo, die Har-monieen, die Intervalle und deren Fortschreitungen, die Stärke undSchwäche des Vortrags, die enharmonischen Rückungen und Anderesmehr gerade so gesetzt habe, wie es geschehen. Die unerschöpfliche