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C. H. Bitter.
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Im Jahre 1752 hatte Quanz, der Lehrer Friedrichs desGroßen auf der Flöte, seinen „Versuch, die Flöte ti-avor-siore zu spielen" herausgegeben. Es war dies ein vortrefflichesBuch, dessen wohlgeordneter und reicher Inhalt weit über dasjenigehinausging, was der Titel anzeigen zu wollen schien.
Dies Werk, welches drei Auflagen erlebte, hat offenbar einengroßen Einfluß auf Bach's Entschluß geübt, eine Theorie desKlavierspiels zu veröffentlichen. Sei es, daß er mit Quanz,welcher ja sein Kollege in der Kapelle des Königs und wie esscheint auch mit ihm befreundet war, nach einem in den Haupt-zügen gemeinschaftlich verabredeten Plane gearbeitet, sei es, daß dessenoben genanntes Werk in ihm die Lust erweckt hat, eine ähnlicheArbeit über das Klavierspiel zu unternehmen, sei es, daß dies schonfrüher in seiner Absicht gelegen hatte und jene Arbeit des großenFlötenvirtuosen ihm nur eine neue Anregung dazu gegeben hat,gewiß ist, daß nicht nur der Titel seines Werks: „Versuch überdie wahre Art, das Klavier zu spielen" dem Titel desQuanz'schen Buches völlig analog ist, sondern daß auch Eintei-lung und Disposition, sowie die Ausführung im Einzelnen auseinem und demselben Systeme hervorgegangen sind. Hanptstückeund Paragraphen sind in beiden Werken ähnlich eingetheilt.
Was aber bei genereller Betrachtung beider Bücher am meistenbefriedigend auffällt, ist, daß Bach sowohl wie Quanz, beideKünstler ersten Ranges auf ihren Instrumenten das bloße Vir-tuosenthum mit Geringschätzung behandelten, daß beide in diesenihren vortrefflichen Werken die Kunst als solche haben fördern, ihrhaben dienen wollen.
Bach hatte auf diesem Felde seiner schriftstellerischen Tätig-keit, die ihn lange Jahre hindurch, wenn auch nicht mit Ausschließ-lichkeit in Anspruch genommen hatte, nur einen Vorgänger gehabt,Couperin, dessen »1'urt ck6 tonoli6i- 16 o1uv6oiii° nichtohne Verdienst und Werth war, dessen Spielart und SchreibweiseBach auch mit Anerkennung und Interesse beurtheilt hat und demer besondere Werthschätzung hat zu Theil werden lassen.
Bach selbst, ausgerüstet mit allem Wissen, das seine Kunsterforderte, Herr jeder Fertigkeit, die aus dem Klavier möglich war,durch wissenschaftliche Vorbildung und traditionell geordnetes Denkenund Fühlen zu einer derartigen Arbeit wie wenige seiner Standes-