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Die Söhne Sebastian Bach's
Entstehung
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C. H. Bitter.

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Es muß als ein besonderer Vorzug für den Entwickelungsgangbetrachtet werden, den Emanuel Bach nehmen sollte, daß erHasse und seine Richtung und in ihr die Wunder des Gesangs-Zaubers einer Faustina in seiner Jugend kennen gelernt, mehrnoch, daß sein Geschick ihn in die Oper des großen Königs ge-worfen hatte, in welcher vor Allem dem Gesänge als solchem seineStätte angewiesen war.

Aus all' diesen Prämissen, nicht weniger aus dem Talent, derErziehung und dem Wissen Em. Bach's entwickelte sich dessenStellung zur Knust nach verschiedenen Seiten hin, nicht wenigerfür die Theorie des Klavierspiels und der Musik überhaupt,als für das Klavierspiel selbst und was die gesangliche Seitebetrifft, über die Instrumental-Kompositionen hinaus für dasdeutsche Lied.

Was er an Instrumental- und Orchestersachen geleistet hat, stehtnicht auf der Höhe seines Talents. Unter seinen größeren Gesangs-stücken sind Meisterwerke ersten Ranges, wie sein Heilig undKlopstock's Morgengesang, ebenso sein Magnifikat und dieOster-Kantate Tonstücke, die dem Sohne Seb. Bach's für alleZeiten zum höchsten Ruhme gereichen werden. Aber es sind Einzel-heiten, die aus der Masse verschwommener Gelegenheitsarbeiten sichheraushebend eben nur Zeugnis davon ablegen, was der in seinerZeit so berühmte Musiker auch auf diesem Gebiete hätte leistenkönnen, wenn er nicht zu viel den ephemeren Forderungen weitererKreise folgen zu sollen geglaubt und wenn er nicht zugleich dasBewußtsein gehabt hätte, daß er auf diesem Wege eben Neues nichtschaffen. Größeres nicht leisten könnte, als dies bereits durch seinenVater geleistet worden.

Ebensowenig sind Emanuel Bach's Oratorien für seine Stel-lung zur Musikgeschichte als irgend maßgebend zu betrachten. SeinePassions-Kantate (1769) enthält sehr schöne Nummern; seineAuferstehung und Himmelfahrt Jefu (Text von Ramler1777/78) steht rein musikalisch genommen auf höchster Höhe. Essind Sätze darin, die unwiderstehlich zur Bewunderung Hinreißen.Bach's reicher Geist erhebt sich darin frei und kühn über die Grenzenund Formen, welche Herkommen, Tradition und gewohnheitsmäßigeTechnik zu jener Zeit noch vorschrieben. Die kurze symphonischeInstrumental-Einleitung, welche die düstere Stille am Grabe Jesu,